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Diabetes Typen

Diabetes mellitus wird immer mehr zu einer Volkskrankheit. Sie ist mit Abstand die häufigste Stoffwechselkrankheit. Viele Menschen können mit einer entsprechenden Behandlung so gut wie gesund leben. Wie die richtige Behandlung aussieht, hängt nicht zuletzt von der Art des Diabetes ab. Hier erfahren sie etwas über die verschiedenen Diabetes-Typen.

Diabetes Typ 1 oder jugendlicher Diabetes

Beim Typ 1 Diabetes herrscht ein absoluter Insulinmangel vor, d.h. die Bauchspeicheldrüse produziert kein Insulin mehr. Als Ursache dieser Diabetes Form gilt heute das Zusammenwirken von erblicher Veranlagung und äußeren Faktoren. Oft nach einer Infektionskrankheit bildet der Körper Abwehrstoffe gegen die eigenen, Insulin produzierenden Zellen. Sie werden vollständig zerstört, so dass die Insulinproduktion zum Erliegen kommt. Da dieser Prozess nicht aufzuhalten und auch nicht rückgängig zu machen ist, muss der Typ 1 Diabetiker immer mit Insulin behandelt werden und das ein Leben lang. Meist erkranken Kinder und Jugendliche an dieser Diabetesform, daher auch die Bezeichnung jugendlicher oder juveniler Diabetes. Diese Variante des Diabetes ist zwar nicht heilbar, aber heutzutage durch moderne Behandlungsmethoden gut in Griff zu bekommen.

Diabetes Typ 2, auch Altersdiabetes genannt

Die Bezeichnung Altersdiabetes trifft heute auf den Typ 2 Diabetes eigentlich nicht mehr zu. Benutzte man diesen Begriff bisher, da meist Menschen über 40 Jahren an diesem Diabetestyp erkrankten, sind heute immer mehr Jugendliche und sogar Kinder betroffen. Auch bei dieser Diabetes-Form spielt die erbliche Veranlagung eine entscheidende Rolle. Neben der genetischen Grundlage wird die Auslösung eines Typ 2 Diabetes entscheidend gefördert durch:

• Fehlernährung,
• Übergewicht und
• Bewegungsmangel
• Zigarettenrauchen
• Bluthochdruck und
• höheres Lebensalter

Zu Beginn der Erkrankung produziert die Bauchspeicheldrüse zwar Insulin, die Körperzellen sind aufgrund von Übergewicht, Bewegungsmangel und Fehlernährung jedoch unempfindlich geworden. Das Insulin kann nicht mehr richtig wirken (Insulinresistenz). Die Glucose kann nicht mehr in die Körperzellen einströmen. Der Körper versucht dies durch eine erhöhte Insulinproduktion auszugleichen. Charakteristisch für diese Vorstufe der Erkrankung sind nicht nur erhöhte Blutglukosespiegel, sondern auch erhöhte Insulinwerte im Blut.
Nach einiger Zeit erschöpft sich jedoch die Insulinproduktion. Es entsteht zunächst ein überhöhter und verlängerter Blutzuckeranstieg nach Zuckeraufnahme (gestörte Glukosetoleranz) und schließlich ein manifester Typ 2 Diabetes.

Schwangerschaftsdiabetes

Bei etwa 2 – 3 % aller Schwangeren tritt ein so genannter Schwangerschaftsdiabetes vor allem in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft auf. Diese Form des Diabetes verliert sich nach der Geburt meist wieder, allerdings haben diese Frauen ein erhöhtes Risiko, zu einem späteren Zeitpunkt einen Diabetes Typ 2 zu entwickeln. Eine optimale Stoffwechseleinstellung ist vor allem im Hinblick auf die Gesundheit des Ungeborenen wichtig. Erhöhte Blutzuckerwerte der Mutter in der Schwangerschaft können beim Kind ernste Schäden verursachen. Vor allem übergewichtige Frauen, schwangere Frauen über 30 Jahre, Frauen, deren vorherige Kinder ein erhöhtes Geburtsgewicht hatten und Frauen, die Verwandte 1. Grades mit Diabetes haben, weisen ein erhöhtes Risiko auf, einen Schwangerschaftsdiabetes zu entwickeln.

Näheres erfahren sie in dem Beitrag:
Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes) – häufigste Begleiterkrankung einer Schwangerschaft

 

Letzte Aktualisierung ( 16.03.2011 )
 
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