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Bewegung hat für Diabetiker (und auch für Nichtdiabetiker) entscheidende Vorteile:
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Bewegung
- senkt den Blutzucker und verstärkt die Insulinwirkung
- stärkt das Immunsystem
- hat einen günstigen Effekt bei Bluthochdruck
- "trainiert" das Herz-Kreislauf-System
- erhöht den Anteil an "gutem" HDL-Cholesterin
- hält die Knochen stabil
- sorgt für eine gute Figur
- sorgt für gute Laune und guten Schlaf
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Tipps für mehr Bewegung im Alltag
Dabei müssen es nicht gleich Höchstleistungen sein. Auch Bewegung im Alltag steigert das Wohlbefinden und senkt den Blutzuckerspiegel:
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Treppe statt Aufzug oder Rolltreppe benutzen
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Einkäufe zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigen
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Jeden Tag 30 Minuten die Natur genießen, mit dem Fahrrad oder zu Fuß
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Den Bus eine oder zwei Haltestellen früher verlassen und zu Fuß zum Zielort gehen!
Ausdauersportarten sind besonders geeignet
Wer seinen Körper intensiver trainieren möchte, sollte vor dem Start unbedingt mit dem Arzt darüber sprechen und sich bei der Auswahl der richtigen Sportart beraten lassen.
Anfänger müssen schonend einsteigen und das Trainingspensum und die -intensität langsam steigern. Überforderung verringert den Spaßfaktor an der Bewegung und ist ungesund. Besonders günstige Sportarten, die Knochen, Muskeln, Herz, Gelenke und Blutdruck stärken, sind Ausdauersportarten wie Joggen oder Walken, Schwimmen, Radfahren, Skilanglauf oder Golf, am besten unter Anleitung. Örtliche Sportvereine, Krankenkassen und die Landesverbände des Deutschen Diabetikerbundes bieten Kurse speziell für Diabetiker unter Anleitung von Experten an.
Mehr Informationen und Vereinsangebote finden Sie z. B. beim LandesSportBund Nordrhein-Westfalen www.wir-im-sport.de im Bereich "Sport und Gesundheit"
Bewegung, Insulin und Tabletten
Diabetiker, die Tabletten einnehmen oder Insulin spritzen, um den Blutzucker zu senken, müssen einige Vorsorgemaßnahmen treffen. Sonst kann es passieren, dass der Blutzucker zu tief absinkt und eine Unterzuckerung auftritt. Bewegung senkt generell den Blutzuckerspiegel und verstärkt die Insulinwirkung. Wer sich zusätzlich bewegt, braucht also weniger Tabletten bzw. Insulin.
Es gibt zwei Möglichkeiten, darauf zu reagieren. Die Insulin- bzw. Tablettendosis wird verringert oder/und vorher werden zusätzliche Kohlenhydrate, so genannte „Bewegungs - BE´s“, zum Beispiel einen Apfel, eine halbe Banane oder ein halbes Vollkornbrötchen gegessen. Damit bleibt der Blutzucker für circa eine halbe Stunde stabil. Wer länger aktiv sein möchte, muss zusätzlich die Tabletten- oder Insulinmenge verringern. Zu empfehlen ist die Teilnahme an einer Diabetiker-Schulung.
Kommt es zu einer Unterzuckerung während des Sports, ist eine Extraportion Kohlenhydrate nötig. Geeignet sind „schnelle" Kohlenhydrate in Form von Fruchtsaft, Obst oder Traubenzucker. Ärzte empfehlen vor, nach und bei längerer Belastung auch während des Sports oder der Gartenarbeit den Blutzucker öfter zu messen, um herausfinden, wie Körper und Blutzucker auf Bewegung und die getroffenen Vorbereitungsmaßnahmen reagieren. Ganz ungünstig ist es, mit einem zu niedrigen oder zu hohen Blutzucker zu starten. Erst, wenn der Blutzucker mit „schnellen" Kohlenhydraten angehoben bzw. mit kurz wirkendem Insulin gesenkt wurde, geht's an den Start.
Tipp: Klarheit und praktische Übung bringt eine Diabetiker-Schulung. Die Teilnahme lohnt sich.
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