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Diabetes und gastrointestinale Beschwerden
Quelle: Nestlé Research Center Lausanne
Mehr als die Hälfte aller Diabetiker klagen über Probleme im Magen-Darm-Trakt.
Diabetiker mit schlechten Blutwerten haben sehr viel häufiger „Probleme mit der Verdauung" als Patienten mit einer guten Stoffwechseleinstellung.
So wie die Symptome sind auch die Ursachen mannigfaltig. Als Hauptursache für gastrointestinale Probleme bei Diabetikern gilt die diabetische Neuropathie, eine Schädigung der Nerven durch ständig erhöhte Blutzuckerwerte, die auch innere Organe befällt.
Viele Diabetiker klagen über Verstopfung, oft auch im Wechsel mit starken Durchfällen. Ursache ist die eingeschränkte Beweglichkeit des Darms, der Speisebrei wird zu langsam weiter transportiert, sowie eine ungünstige Zusammensetzung der Darmflora (bakterielle Fehlbesiedlung).
Außerdem treten Magen- und Darminfektionen bei Diabetikern häufiger auf als bei Stoffwechselgesunden.
Diagnose und Behandlung
Eine optimale Blutzuckereinstellung hat oberste Priorität. Gleichzeitig ist eine genaue Untersuchung und Erforschung der Ursachen durch den Diabetologen oder einen mitbehandelnden Gastroenterologen unbedingt nötig, Fast alle der durch die Neuropathie ausgelösten Beschwerden im Magen-Darm-Bereich können mit Medikamenten in Kombination mit einem gesunden Lebensstil in Form von vollwertiger Ernährung und regelmäßiger Bewegung gut behandelt werden.
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