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Frage:
Kann als Spätfolge einer Diabeteserkrankung auch eine Stuhlinkontinenz auftreten?
Antwort:
Zu neuropathischen (Nerven-)Schäden kann es nach jahrelangen erhöhten Blutzuckerwerten kommen, insbesondere dann, wenn der Blutzucker schlecht eingestellt ist. Der Magen-Darm-Bereich ist häufig betroffen.
Erkrankungen des Magens, der Leber, der Gallenblase, des Pankreas und des Darms können auftreten. Beweglichkeitsstörungen im Verdauungstrakt, Obstipation, Durchfall, Leber- und Bauchspeicheldrüsenerkrankungen, Infektionskrankheiten mit unspezifischen Symptomen, Schluckbeschwerden, Übelkeit, Magenentleerungsstörungen (Gastroparese) sowie Stuhlinkontinenz sind typische Anzeichen einer Nervenschädigung (Neuropathie) im Verdauungstrakt.
Ärzte bezeichnen dieses Krankheitsbild auch als diabetische Enteropathie.
Da die Symptome sehr vielfältig sind, ist eine genaue Untersuchung und Ursachenforschung nötig. Wir empfehlen Ihnen, mit Ihrem Diabetologen über Ihre Beschwerden zu sprechen. Wenn Hinweise von Folgeerkrankungen des Diabetes vorliegen, sollte unbedingt auch ein Spezialist für Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, ein Gastroenterologe, hinzugezogen werden.
Lesen Sie auch die anderen Themenbereiche auf unserem Portal www.diabetes-informationszentrum.de, dort finden Sie ausführliche Informationen und praktische Tipps rund um die Erkrankung Diabetes mellitus.
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