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Frage:
Ich bin 36 Jahre alt und habe allergisches Asthma. Zurzeit muss ich mein Cortison spray 2x täglich benutzen. Mich interessiert, ob es einen Zusammenhang zwischen Diabetes 2 und der Langzeitbenutzung von Cortison gibt?
Im letzten Winter hatte ich mehrmals eine Sinusitis und musste insgesamt 3x Antibiotika nehmen, außerdem habe ich zur Zeit dauernd durst und muss öfter auf die Toilette.
Antwort:
Es gibt durchaus eine Verbindung zwischen erhöhten Blutzuckerwerten und der langfristigen Einnahme von Cortison-Präparaten in hoher Dosierung. Die Störung des Kohlenhydrat-Stoffwechsels mit Blutzucker-Erhöhung kann vorübergehend sein, es ist jedoch auch möglich, dass die Zuckerkrankheit oder Diabetes mellitus als Spätkomplikation auch nach dem Absetzen der Kortisonbehandlung zurückbleibt.
Cortison ist ein körpereigenes Hormon (Cortisol), das in der Nebenniere gebildet wird. Es hat im Körper eine Vielzahl von lebenswichtigen Aufgaben: „Es beeinflusst den Kohlenhydrat-, Eiweiß- und Fettstoffwechsel sowie den Wasser- und Mineralhaushalt. Darüber hinaus wirkt es auf das blutbildende System, das Bindegewebe, den Blutdruck, den Magen-Darm-Trakt sowie das Nervensystem. Cortisol ermöglicht die Anpassung des Stoffwechsels an verschiedenste Stressauslöser, die psychischer oder im weitesten Sinne "exogener" (durch äußere Einflüsse) Natur sind.
Durch hohe Cortisondosen steigt der Blutzuckerspiegel. Dadurch wird die Bauchspeicheldrüse vermehrt angeregt, Insulin zu bilden, um den Blutzucker auf normalem Niveau zu halten. Bei gesunden Menschen funktioniert diese Anpassung reibungslos. Ist jedoch der Blutzucker schon zu Beginn der Behandlung hoch und/oder die Cortison-Dosis langfristig sehr hoch und die Bauchspeicheldrüse musst sozusagen auf Hochtouren arbeiten (Prädiabetes), kann diese weitere Blutzuckererhöhung durch Cortison zur Erschöpfung der Bauchspeicheldrüse führen, der Blutzucker bleibt dauerhaft erhöht und die Zuckerkrankheit wird diagnostiziert.
Wir empfehlen Ihnen, sich dazu unbedingt von Ihrem Arzt beraten zu lassen. Das gilt besonders, wenn in Ihrer Familie Diabetes mellitus bekannt ist und/oder bei Ihnen weitere Risikofaktoren, wie Übergewicht, erhöhte Blutfettwerte, Bluthochdruck vorliegen.
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