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Blutzuckermessen
Das Ziel, den Zucker auf normnahe Werte zu senken, kann schneller und besser erreicht werden, wenn Sie vor allem am Anfang öfter den Blutzucker messen (kleine Inspektion). Wenn Sie später wissen, wie Ihr Körper auf bestimmte Dinge (Lebensmittel, Aufregung, Medikamente, Bewegung, Erkältung) reagiert, kann die Zahl der Blutzuckermessungen auch gesenkt werden. Wir empfehlen Ihnen daher, sich ein Blutzuckermessgerät zu Hause anzuschaffen. In der Regel wird bei der Verordnung eines Blutzuckermessgerätes von der Krankenkasse ein pauschaler Satz erstattet, der die Kosten des Blutzuckermessgerätes ganz oder weitestgehend deckt.
Regelmäßig Blutzuckermessen ist einfach und nicht zeitaufwendig!
Die modernen Blutzuckermessgeräte sind so klein, dass Sie sich fast unsichtbar an jedem Ort, zu jeder Zeit innerhalb von wenigen Minuten testen können. Achten Sie bei der Auswahl darauf, dass das Sichtfeld groß genug ist und Sie den Blutzuckermesswert gut ablesen können. Eine kurze Messzeit ist gerade im Urlaub, unterwegs oder im Restaurant bequem. Es gibt heute Blutzuckermessgeräte mit einer Messzeit von nur fünf Sekunden. Je winziger der Blutstropfen sein muss, desto besser, denn ein kleiner Blutstropfen bedeutet eine kleine Nadel als Stechhilfe und das ist angenehmer als eine große!. Wichtig ist auch eine Speichermöglichkeit für die gemessenen Blutzuckerwerte und für die Computerfreunde eine PC-Schnittstelle, um die Werte in den Computer zu übertragen.
Im Anfangsstadium des Diabetes reicht es aus, wenn Sie an einem Tag in der Woche morgens nüchtern und jeweils circa zwei Stunden nach den Hauptmahlzeiten messen. Diabetiker, die Tabletten einnehmen und/oder Insulin spritzen, sollten häufiger und regelmäßiger messen. Wenn Sie eine Unterzuckerung bemerken, wenn Sie krank sind, vor und nach körperlicher Aktivität (Fahrradfahren, Schwimmen etc.), vor jeder längeren Autofahrt, im Urlaub oder wenn Sie ab- oder zugenommen haben, müssen Sie häufiger den Blutzucker bestimmen. Die Häufigkeit hängt also auch von der Situation ab.
Bei gesunden Menschen liegt der Blutzuckerwert nüchtern zwischen 70 mg/dl und 100 mg/dl, nach den Mahlzeiten zwischen 140 mg/dl und 160 mg/dl. Diese Werte sind optimal.
Bei der großen Blutzuckerinspektion wird der Langzeitblutzuckerwert, auch HbA1c-Wert genannt, gemessen. Er ist die wichtigste Methode, um festzustellen, ob Ihr Blutzucker gut eingestellt ist. Als so genanntes „Blutzuckerlangzeitgedächtnis" gibt der Wert Auskunft über die Höhe der Blutzuckerwerte der vergangenen zehn Wochen. Ein hoher HbA1c-Wert zeigt, dass der Blutzucker in den letzten Wochen hoch angestiegen sein muss. Ihre Behandlung ist dann noch nicht optimal und der Arzt wird mit Ihnen gemeinsam prüfen, ob Ihr Behandlungsplan verändert werden muss. Wenn Ihr Diabetes sehr gut eingestellt ist, liegt der HbA1c-Wert unter 6,5 Prozent. Bei einem schlecht eingestellten Diabetes kann er bis auf 15 Prozent ansteigen. Je kleiner der Wert ist, desto besser.
Empfehlung: Beim Blutzuckerlangzeittest reicht es, wenn Sie einmal pro Quartal den Wert in der Arztpraxis oder Apotheke bestimmen lassen. Lassen Sie den Wert direkt in den Diabetiker-Pass (s.u.) eingetragen.
Quelle: Leichter Leben mit Typ 2 Diabetes
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